..und sage mir, kommt dann die reise durch die nacht**, eine endlose, wo alles in dieser dunkelheit erstrahlt, wo die zeitläufte schmückend in girlanden flattern, die universen, christbaum-kugelgleich, umherschweben, mythen und welten wogen, oder.. stop, alan, hör auf, genug. sag mir lieber, wo wir sind, wir wollen pünktlich sein, sie erwarten uns zum supper, er macht coque au vin oder riesling, je nachdem, was vom vorabend über war, haha, und es ist ein gebot der höflichkeit und außerdem habe ich bereits einen nennenswerten appetit und..egal, wo sind wir jetzt, ehm..und magdalena ist aus spanien zurück und ich würde jedenfalls gerne neben judith sitzen, oder besser, zwischen judith und rachel, das klappt aber nur, wenn wir rechtzeitig einfallen, wie die vandalen, hungrig, schmutzig, auf raubzüge aus und jeder schmeichelei dann verfallen, wenn sie von hübscher seite kommt. also wo nun, alan, wo sind wir jetzt. ich liebe sie übrigens, alle, alans schwestern und ihre plagen. wußtest du übrigens, dass rachel, sie nennt sich jetzt rahel, in israel einmal in einem kibuzz lebte.

*g. rowland, n. cassavetes, 2004, **voyage au bout de la nuit, céline, 1932

© alan rolsky

ja. und. moment, ich habs gleich, wir haben wieder internet, yop, wir sind falsch abgebogen, aber egal, es sind noch cirka 70 kilometer nach cannes auf der route nationale, dann richtung.. also ungefähr ’ne stunde von da, nach sophia antipolis.

du sahst einfach großartig aus, judith, die liebe steht dir gut und die ehe. wie schade, mein gott, wie dumm kann man sein, ich sage es dir, ich war mehr als dumm, ich war blind und taub und ich müsste lügen, wenn ich sagte, es schmerzte nicht mehr, also nicht jeden tag, aber die tage, wo die gemeinsamen stunden plötzlich wieder gegenwärtig sind, so real sind, wo sie mich durchdringen, wo sie mich niederwerfen, mit wucht, wo ich hilflos und wütend bin, wo ich fraglos nahezu alles tun würde, dich wieder zu gewinnen, weil ich sonst verloren schien, in den straßen, auf den nicht enden wollenden wegen, weg von dir, wo ich mir wünschte, mich meinem schicksaal in den weg werfen zu können. in liebe, dein.