fallow time.
die angelegenheit war zum stillstand gekommen, nahezu. die gleichzeitigkeit dieser entwicklung, hin zu diesem stillstand, und die vorösterliche zeit, war sicher dem zufall geschuldet. wenngleich sich ein sinnzusammenhang konstruieren ließe, das abklingen, einem absterben gleich, der intentionen auf allen seiten, schnelle ergebnisse zu zeitigen, einfach zu einem ende dieser sache zu gelangen, ungeachtet des verzichtes auf vorteile, auf eitelkeiten. das einmünden dieser entwicklung in einen stillstand und wendung in ein eu angelion, war allerdings nicht zu erwarten, war mit großer sicherheit gar auszuschließen. ein wieder aufleben der eitelkeiten, mehr als wahrscheinlich. und wie lange dieser zustand anhielt, war ebenso ungewiss. die gewissheit des glaubens dagegen, ein pfund.
in dieser lage ist die kenntnis der österlichen botschaft, nachgerade deren anerkenntnis, eine gnade, eine auszeichnung, die mehr als nur verpflichtet, in den großen linien zu denken und wahrzunehmen, die einem zudem befähigt im detail zu schauen, in der tiefe die menschliche kontur, nach kontrastbearbeitung und schärfung, de profundis wahrzunehmen. in welcher verzweiflung und existenzieller geworfenheit sich das gegnerische lager wohl befinden muss, dachte er kurz, und schloss diese gedanken dann ab. das vorgestrige konzert von hewitt entwickelte sich, nach anfänglicher, kurzer opazität, dann zu einer höchstform an brillianz und klarheit, gipfelnd in der interpretation der französischen suite, der partita und der cantate jesus bleibet meine freude* in der zugabe, die auf dem neuen steinway zu einem fest ihrer virtuosität gerreichte, einem glockenspiel gleich, die die wahrhaftigkeit gegenständlich machte, Joy Of Man’s Desiring, also berufen zur sukzession.
*Jesu, Joy Of Man’s Desiring, Holy wisdom, love most bright, Drawn by Thee, our souls aspiring, Soar to uncreated light, Word of God, our flesh that fashioned, With the fire of life impassioned, Striving still to truth unknown, Soaring, dying round Thy throne



