oder die ordnung der dinge. er war wohl alt genug, mit seinen gefühlen respektvoll umzugehen, aber noch nicht alt genug, um auf sie verzichten zu können, den stolpersteinen aus dem wege zu gehen, den gefahren zu trotzen, in dem er sie umging, sie auszumachen, aus der ferne, die trugbilder nach wahrscheinlichkeiten zu ordnen, das potential an innewohnenden katastrophen dabei berücksichtigend. auf dem weg nach madrid, wo er seinem Velázquez nach jahren endlich einmal wieder gegenüber sitzen wollte, mit der bildbeschreibung der Las Meninas auf dem schoß, und Foucault lügen strafen wollte, da er glaubte, einen fehler darin entdeckt zu haben, machte er einen abstecher in den südwesten der halbinsel, um auf der suche zu sein. coimbra, porto, matosinhos, vorbei an lissabon, durch das alentejo nach vila do bispo und sagres, unten, in der algarve. das fim do mundo des quattro cento und das ende seiner suche, wie er hoffte, das ziel seines abstechers. trost zu finden bei heinrich dem seefahrer, el navigator, der kein schiff jemals in seinem leben betrat, zur weiteren kursbestimmung und bestätigung seines entschlusses.
die ergebnisse, die ihm sein androloge gestern telefonisch mitteilte, waren beunruhigend. es gab keinerlei organische ursachen für seine intermittierende impotenz, die wegen ihrer unberechenbarkeit, ihn dazu brachte, abenteuer zu meiden, gelegenheiten aus dem wege zu gehen, chancen kleinzureden, folgende depressive verstimmungen dann mit einer flasche wein zu parieren, er diese hinunterstürzte, um sich dann in ein problem zu verbeißen, welches geeignet schien, die nötige ablenkung hervorzurufen, welche linderung versprach. probleme wie das energieproblem der art, oder exotische effekte in der physik, irgendetwas, was ihn profunde überforderte. bei dem gedanken, daß sein essayistisches buchprojekt durch seine impotenz und notwendig folgender trieb-sublimation nur profitieren könne, lachte er laut auf, rief ihren namen, und rief, weiss wie schnee, so rot wie blut, so schwarz wie die nacht, die nächte, so klar, so blendend das schwarz, so nah das weiß, so tief.



