nach alter christlicher lehre hält die seele einzug in den fötus mit dem 40. – 80. tag. nach aktueller dogmatik, mit dem tag er befruchtung. aber lassen wir das leib-seele phänomen einmal aus und vor. der begriff leben impliziert eine formvorstellung, definition, ein-zell basiertes leben. diesseits die mehrzelligen aggregate und zell-differenzierte formen und jenseits nichts, vielleicht noch viren; aber eher fragwürdig. diese feste, minimal formvorstellung begrenzt unsere exploration des begriffs leben maßgeblich, setzt dieser eine willkürliche grenze, den hochkomplexen organismus zelle. darunter geht nichts, existiert nichts, oder nicht mehr. aus dieser formvorstellung leiten wir ab, leben ist reproduktion und stoffwechsel, vielleicht noch einen entropischen aspekt. in diesem zell-mikrokosmos treffen wir auf omnipotenz und variation. intuitiv könnte man feststellen, daß der hohe komplexitätsgrad einer zelle eher ungeeignet scheint, dem phänomen leben auf die spur zu kommen, wir das phänomen nur beliebig genau beschreiben können. es sei denn die phase der reproduktion gibt uns hinweise auf zugrunde liegende voraussetzungen, eigenschaften der zelle oder andere zutaten, die mitose plus zytokinese.

hier tritt neues leben ein in die welt. der stoffwechsel ist hierfür nur eine voraussetzung und bedingung. falls uns die mitose näheren aufschluß gibt, können wir auch gezielter außerhalb der restriktiven formbedingung einzeller nach weniger komplexem leben oder ähnlichem suchen. vielleicht können wir dann auch die formvorstellung reproduktion aufgeben und sie verstehen als werkzeug eines teleologischen lebensaspekts, sinn. schauen wir auf die geschlossene orthomitose, eine mitose bei der wir in erster näherung den einfluss des endoplasmatischen retikulums vernachlässigen können, bis auf weiteres. lorem ipsum work in progress


